Ökonomische Fragen des Klimawandels

Von Dr. Paul Lehmann, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ GmbH

Dr. Paul Lehmann

Die Bekämpfung des Klimawandels ist ein wesentlicher Beweggrund für die deutsche Energiewende. Von ökonomischer Seite wird jedoch kritisiert, dass die Förderung erneuerbarer Energien durch Wechselwirkungen mit dem europäischen Emissionshandel nicht zu zusätzlichen Emissionsreduktionen führt. Nichtsdestotrotz ist die Förderung erneuerbarer Energien auch aus ökonomischer Sicht notwendig, um neben dem Klimawandel auch andere mit der Energieversorgung verbundene Probleme (z.B. Landschaftszerstörung, Kernkraft- und Importrisiken) zu reduzieren und den technologischen Fortschritt zu befördern. Nichtsdestotrotz bedarf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) einer grundsätzlichen Weiterentwicklung. Die jüngste EEG-Reform hat hier nur bedingt zu Verbesserungen geführt. Die Gesamtförderkosten werden nicht erheblich sinken und auch die Verteilung der Kosten auf die Stromverbraucher in Industrie und Haushalten bleibt weiterhin unbefriedigend. Zudem mangelt es an Vorschlägen für eine bedarfsgerechtere und umwelt- und sozialverträglichere Erneuerbaren-Förderung. Diese Aspekte müssen bei zukünftigen EEGReformen eine tragende Rolle spielen.

Wichtig wird es zudem sein, auch Netze, Speicher und Nachfrage sowie den Wärme- und Verkehrssektor verstärkt für eine nachhaltige Energiewende zu aktivieren. 

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