Wesentlicher Schlüsselfaktor

Dezentrale Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität

Forschung an der Fakultät EIT der HTWK. Demonstrator für Messen und interessierte Nutzer. Was benötigt man für eine Ladestation - modul?

Elektromobilität bietet die Chance, die individuelle Massenmobilität auf eine energieeffiziente, klimafreundliche und umweltbewusste Grundlage zu stellen. Dazu braucht es neuartige Technologien im Energieverteilnetz mit Integration einer dezentralen, intelligent vernetzten Ladeinfrastruktur.  

Der Schwerpunkt liegt bei der Interprozesskommunikation und dem dezentralen Lastmanagement. Im Bereich der elektrischen Energieverteilung treten Elektrofahrzeuge in erster Linie als volatile Lasten auf. Insbesondere in Nieder- und Mittelspannungsnetzen führt dies zu Leistungsengpässen. Mithilfe eines dezentralen Lastmanagements können Netzausbauten minimiert und Verteilnetze besser ausgelastet werden. Dafür müssen die Netze intelligent gestaltet und erweitert werden. Ein Bestandteil davon ist die Ladestation, die als Schnittstelle zwischen Daten- und elektrischem Netz dient.

Die Informations- und Kommunikationstechnik ist ein Schlüsselfaktor für die Ladeinfrastruktur. Nur so können alle relevanten Daten für das dezentrale intelligente Laden von Elektrofahrzeugen erfasst, ausgewertet und zur Steuerung (Lastmanagement) eingesetzt werden. Das Lastmanagement ist der Schlüssel für ein intelligentes Laden, indem die einzelnen Lasten (e-Fahrzeuge) zeitlich verschoben werden um die max. Leistungsfähigkeit der Infrastruktur nicht zu überschreiten. Dies kann aus wirtschaftlicher Sicht als variabler Stromtarif umgesetzt werden. Durch verschiedene Authorisierungsmöglichkeiten (Stromticket, RFID – Ladekarten, eRoaming) kann der Elektromobilitätsnutzer einfach und komfortabel sein Elektrofahrzeug laden.

Innerhalb des Projektes soll dieses Verfahren verbessert werden, indem die Implementierung der IEC 15118 vorangetrieben wird. Dieses „smarte“ Laden ist mit dem derzeitigen „tanken“ von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor vergleichbar. Das Elektrofahrzeug wird über sein Ladekabel angeschlossen, autorisiert sich selbständig und startet den gewünschten Ladevorgang. Somit ist auch ein übergeordnetes gesteuertes Lastmanagement für mehrere Elektrofahrzeuge an einem Anschlusspunkt möglich. 

Zurück