LIFE – Forschung für Zivilisationskrankheiten

LIFE Labor – Genomweite Assoziationsstudie

Lebensbalance und Gesundheit haben in der heutigen Gesellschaft eine immer größere Bedeutung. Neben Ratgebern über Ernährung und Sport nehmen auch die Informationen über Krankheiten, wie Depression, Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen zu. Genau an dieser Stelle setzen die Fragestellungen des Leipziger Forschungszentrums für Zivilisationserkrankungen (LIFE) der Universität Leipzig an. Ziel der Studie ist, soviel wie möglich Daten zur Gesundheit und zu den Lebensumständen der Bevölkerung zu erhalten.  

Dazu wurden rund 10.000 Erwachsene und 5.000 Kinder eingeladen und nach einem standardisierten Programm untersucht. Für die Wissenschaftler besteht der Vorteil der LIFE-Studie in der Vergleichbarkeit der Daten über eine große Anzahl von Teilnehmern. Dies ermöglicht die Erforschung von Erkrankungen mit Hilfe statistischer Ansätze und Vergleichsdaten. So ergaben erste Auswertungen, dass bis zu 80 % der erwachsenen Studienteilnehmer übergewichtig sind. Demgegenüber pflegt jedoch der überwiegende Teil der Probanden, unabhängig vom sozialen Status, einen aktiven Lebenswandel. Das Thema Essen wiederum ist zum Teil mit erheblichen Ängsten und Belastungen verbunden, die zwar erwartungsgemäß vor allem Frauen betreffen, allerdings nicht nur die jüngeren. Noch 41% der über 70jährigen leiden bspw. unter Heißhungerattacken.

Die Vielzahl der Erkenntnisse bietet ein enormes Potenzial für die Gesundheitswirtschaft. Dazu soll das bis Ende 2014 geförderte LIFE Forschungszentrum in eine neue Form der Förderung übergehen. Neben der intensiven Auswertung der Ergebnisse werden neue Projekte entwickelt, um Erkrankungen bereits im Frühstadium zu diagnostizieren und damit Prävention und Intervention zu verbessern. 

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