Jüdische Wissenschaftler in Leipzig

„Jüdische Mathematiker und Physiker an der Universität Leipzig in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ sind Thema eines Symposium der Arnold-Sommerfeld- Gesellschaft e.V. (Prof. Dr. M. Füting et al.), durchgeführt in Zusammenarbeit mit dem Mathematischen Institut der Universität Leipzig (Prof. Dr. B. Kirstein). Die Dokumentation von Forschungsergebnissen zur Diskriminierung und Verfolgung jüdischer Gelehrter in Sachsen vor und während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ist Ziel und Ergebnis des Symposiums. Die ASG sowie die Referenten vertreten das Interesse, das Leid der Betroffenen und die wissenschaftspolitischen Folgen der Diskriminierung in angemessener Form darzustellen und entsprechende Forschungsergebnisse für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zugleich soll ein Regionalbezug zeigen, wie direkt Sachsen und Leipzig betroffen waren. Dazu wurden sechs Einzelschicksale von Wissenschaftlern beleuchtet: die Mathematiker Hausdorff/ Lichtenstein/ Wintner und die Physiker Bloch/ Peierls/ Teller. Intention ist es, den jeweiligen Wissenschaftler mit seiner Wissenschaft darzustellen im Kontext der Zeit um 1933. Je nach Biografie kann ein zeitliches Davor und/oder Danach auch wichtig sein. Uns scheinen neben den wissenschaftlichen Leistungen auch die potentiellen Leistungen (was wäre wenn…) entscheidend. Welche Schäden Leipzig, Sachsen und Deutschland speziell durch den Verlust des Wissenschaftlers entstanden sind, neben der persönlichen Tragödie des Wissenschaftlers.  

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