World Market Leaders United – die Kranunion aus Leipzig

Von Nicole Funck

Die Kranunion ist der Verbund dreier Kranhersteller, die sich auf das Heben und Transportieren schwerer Lasten spezialisiert haben: Kirow, Ardelt und Kocks. Kirow mit Sitz in Leipzig ist Weltmarktführer für Eisenbahnkrane und Schlackentransporter. Ardelt mit Sitz in Eberswalde ist Weltmarktführer für Doppellenker-Wippdrehkrane. Kocks mit Sitz in Bremen ist Weltmarktführer für Goliathkrane und Pionier bei der Entwicklung von Containerkranen.

In Leipzig begann 1887 die Geschichte von Kirow. Heute bringen es die drei Unternehmen zusammen auf 400 Jahre Firmengeschichte. Die deutsche Ingenieurskunst der Kranunion überzeugt: Ihre Produkte werden auf der ganzen Welt eingesetzt und sind bekannt für ihre Qualität und Langlebigkeit. Im Mittelpunkt aller Produkte stehen die von den Experten der Kranunion entwickelten technischen Konzepte, die sich konsequent an den bewährten Regeln des deutschen Ingenieurwesens orientieren. Das Ziel: die Erhöhung von Effizienz, Sicherheit und Umweltfreundlichkeit der Krane und Schwertransporter. Ein Beispiel: Für den Eisenbahnkran KRC 1200 mit einem doppelten Drehkranz erhielt Kirow den Innovationspreis des Landes Sachsen.

Diese Technik ermöglicht Gleisbauarbeiten, ohne dass das Nachbargleis gesperrt werden muss, was bis zur Entwicklung dieses technischen Details noch notwendig war.

Produziert werden die Produkte in Leipzig und Eberswalde oder mit Produktionspartnern in den geografischen Regionen, wo die Krane später zum Einsatz kommen. In Leipzig werden überwiegend Eisenbahnkrane und Spezialschwertransporter für Stahlwerke, Werften und die Bauindustrie gefertigt.

Die Kranunion vertreibt ihre Produkte weltweit. Dennoch ist Leipzig für sie ein attraktiver Wirtschaftsstandort. Das liegt zum einen an seiner zentralen Lage in Mitteldeutschland und zum anderen an seiner langen Tradition als Handelsstadt und bedeutendem Industrie- und Messestandort.

Heute ist Leipzig eines der wichtigsten Wirtschaftszentren der ostdeutschen Bundesländer. Vom abwechslungsreichen wirtschaftlichen Umfeld aus Automobilindustrie, Informationstechnologie sowie der Energie- und Kommunikationsbranche profitieren alle Unternehmen, die hier ihren Standort haben.

Ein weiteres Argument für den Wirtschaftsstandort Leipzig ist seine gute logistische Anbindung an Autobahnen, Bahn und Flughafen. Doch auch das kulturelle Angebot von Leipzig hat einiges zu bieten. So sind in der alten Baumwollspinnerei in Plagwitz, die direkt neben dem Firmensitz der Kranunion liegt, viele Galerien und Künstlerateliers gelegen. Und auch auf dem Firmengelände der Kranunion gibt es einige Ateliers. So ist die Werkskantine inzwischen ein gern genutzter Treffpunkt für Mitarbeiter, Handwerker und Künstler aus der Nachbarschaft.

Die Kranunion engagiert sich seit vielen Jahren im Bereich Kunst, z. B. mit der Gesellschaft Leipzig International Art Programme (LIA).

So entstand in Zusammenarbeit mit der ukrainischen Malerin Lada Nakonechna eine 100 qm große Bleistiftzeichnung mit einer fiktiven Landschaft für den Hauptlesesaal der Universitätsbibliothek „Bibliotheca Albertina“.

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